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Potentiale der Region Bonn
Martin Ogilvie
Wirtschaftsförderer
Bundesstadt Bonn
Bad Honnef, 31.5.2007
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Ausgangsvoraussetzung für die Region Bonn
Gemeinsame Vergangenheit Hauptstadtregion und
Umzugsvereinbarung
Strukturwandel sehr gut bewältigt
Im Rahmen des Ausgleichs wurden neue Infrastrukturen für die
Zukunft geschaffen
Zur Zeit sind wir eine der zukunftsfähigsten Region in Deutschland
Potentialanalyse mit Handlungsempfehlungen
Ausgleichsleistungen alles in Mio DM
1.600 Wissenschaft und Technologie
Daraus
515
FH BN/RS
185
FH AW
750
caesar
100
Kultur
300
Wirtschaftsstruktur
500
Infrastruktur
210
Soforthilfe
100
Grundstücke
Gesamt 2.810
Enge Verflechtung insgesamt mehr als 40.000 Einpendler nach Bonn
hinein bei 144.000 Beschäftigten
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Die Wirtschaftsregion Bonn steht für
Wachstumsregion
dienstleistungsstarker Wirtschaftsstandort
hochkarätiger Wissenschaftsstandort
deutsche UNO-Stadt und Sitz zahlreicher Bundesbehörden und
Nichtregierungsorganisationen
Tagungs- und Kongressstandort
Kulturstandort und Lebensqualität
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Künftiges Bevölkerungswachstum in der Region Bonn
Die Region Bonn ist ein Wachstumszentrum
bis 2025 zusätzliche 75.000 Einwohner und
57.000 zusätzliche Haushalte
Zuwachs an Bevölkerung
* Prog n ose
1995
9 6 3 .4 7 8
2000
1. 0 08 . 70 2
2003
1. 0 35 . 36 6
2010*
1 .0 7 0. 8 09
2020*
1 . 10 8 .9 1 4
2004
1 .0 3 9 .3 5 3
2005
1 .0 4 1. 14 2
2025*
1 .1 13 . 58 6
Wachstum in der Region Bonn - Bevölkerung
in den vergangnen 10 Jahren Arbeitsplätze und Wohnraum für 77.500
zusätzliche Einwohner geschaffen
Prognose bis 2025 für Region Bonn: + 72.500 Einwohner, für die weiterer
Wohnraum und Arbeitsplätze geschaffen werden muss.
Bis 2025 zusätzliche 57.000 Haushalte in der Region
Nur Regionen, die jungen Familien Wohnraum anbieten und vorhalten können,
werden künftig noch wachsen können.
Stadt Bonn:
Bevölkerungszuwachs bis 2025: fast 30.000 Neu-Bonner; ca. 12.000
zusätzliche Haushalte, bis zu 20.000 neue Wohneinheiten werden benötigt,
d.h. ca. 1.300 Wohneinheiten pro Jahr
Grundstücksmarktbericht NRW 2006 stützt diese Prognose. Bei mittleren
Wohnlagen muss mit 2.430 Euro/m² der Spitzenpreis in NRW gezahlt
werden. Nur in Düsseldorf sind die Wohnungspreise genauso hoch.
Im Cash Ranking 2006 ist Bonn erneut unter Top Ten (Platz 9 - im Vorjahr
Platz 4), bei weiter steigenden Mieten und einer Rendite für Wohnflächen von
ca. 4,6%
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Region Bonn - eine Gewinnerregion
Ergebnisse der Sireo Research Deutschlandstudie 2006
Bevölkerungswachstum bis 2020 um +17,2%
natürliche Bevölkerungsabnahme (-3,2%) wird durch ein positives
Bevölkerungswachstum (+20,5%) durch Zuwanderung deutlich
überkompensiert
künftige Altersstruktur ist jünger als im Bundesdurchschnitt
Bis 2020 Anstieg der Erwerbstätigen um rund 18%
Wachstumsmotor Dienstleistungssektor + 23%
Schaffung von ca. 18.000 zusätzlichen Büroarbeitsplätzen
Arbeitsplatzverluste im verarbeitenden Gewerbe und Baugewerbe
jeweils unter Bundesdurchschnitt
Die Deutschlandstudie von Sireo bewertet die deutschen
Raumordnungsregionen in Bezug auf ihre Entwicklungsfähigkeit und
damit auf die Zukunftsfähigkeit von Immobilieninvestitionen an
diesen Standorten auf Basis einer Prognose bis 2020.
Die Region Bonn ist auf Platz 1 in diesem Ranking :
Bevölkerungszuwachs bis 2020 um rund 17 %
günstige Altersstruktur, in 2020 jünger als Bundesdurchschnitt
Zunahme der Zahl der Erwerbstätigen um 18%
Wachstum insbesondere im Dienstleistungssektor
Schaffung von ca. 18.000 zusätzlichen Büroarbeitsplätzen.
das bedeutet bei 25qm/Arbeitsplatz einen zusätzlichen Bedarf von
450.000 qm Bürofläche bis 2020
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Über 63.000 neue Arbeitsplätze
in den vergangenen 10 Jahren
Zentrum für private Dienstleister
Region bietet zusätzlich Stärken
im verarbeitenden und
exportorientierten Gewerbe
Wirtschaftsstruktur
International vernetzte Wachstumsregion, Beispiel Wirtschaft:
lokale Wirtschaft ist wettbewerbsfähig und auf Wachstum
ausgerichtet
Gesunde Mischung von Global Playern und Mittelständlern
In Bonn Dienstleistungen und im Umland der produzierende Bereich
Sehr starke Exportorientierung der Wirtschaft, die gegenwärtig
Wachstum schafft
Arbeitslosenquote Stadt Bonn 8,5 %, Agentur Bezirk BN/RSK 7,3%
(Bundesdurchschnitt: 9,1 %)
Seit 1991 in der Region mehr als 63.000 neue Arbeitsplätze
geschaffen
In Bonn: 209.638 Erwerbstätige
in der Region Bonn: 468.013 Erwerbstätige
Bonn ist Arbeitsplatzzentrum mit täglich 81.500 Einpendlern, 30.600
Auspendler
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Bei der Börsenkapitalisierung
liegt Bonn auf Platz 3
Wirtschaftskraft
4
219 ,0 4
2 1 4
5
6 10
1 2 1
Wert in Mrd. Euro
9 8 ,8 3
10 9 , 81
9 0, 3 7
5 5 , 15
5 3 ,9 9
48 , 2 7
3 3 , 39
26 , 6 5
24 , 8 4
Börsennotierte
Unternehmen
Qu e lle : Sim on , K u ch e r & Pa rt ne r, 2 0 06
Beispiel Wirtschaftskraft:
Simon Kucher & Partner erstellt die Börsen-Bundesliga deutscher
Städte
Für Bonn sind in dieser Darstellung die Deutsche Post, Deutsche
Telekom, IVG Immobilien, Post Bank und Solarworld mit einem
Gesamtbörsenwert von 98 Mrd. Euro erfasst.
Weitere Beispiele für die Wirtschaftskraft
Kaufkraft mit ca. 116% weit überdurchschnittlich
Aktuell Konjunkturumfrage der IHK: Die Wirtschaft in der Region
Bonn Rhein-Sieg behält hohen Gang bei
Konjunkturklimaindikator mit 122,4 Punkten auf höchstem Stand seit
Herbst 2002
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Wissenschaft, Forschung und Ausbildung
Eine der führenden deutschen
Forschungsuniversitäten
Mehr als 38.000 Studenten (Uni/FH)
Zahlreiche Wissenschafts-
einrichtungen
Über 19.000 Beschäftigte im
Wissenschaftsbereich
Wissenschaftseinrichtungen
Wissenschaftseinrichtungen als Triebkräfte für die Innovationskraft des
Standortes
Wertschöpfungskette:
Bildung Wissenschaft
Innovation Wirtschaft
Starke Wissenschaftslandschaft direkt vor Ort:
38.000 Studenten (in Uni und den regionalen FH‘s)
19.000 Angestellte in den Wissenschaftseinrichtungen
Potenzierung des Wissenschaftspotentials mit der ABC-Region
Vielzahl an Einrichtungen sind wichtige Faktoren für die weitere Entwicklung
hin zur Wissensgesellschaft
Bereits jetzt hat Bonn einen sehr hoch qualifizierten Arbeitsmarkt
17,8% der Beschäftigten haben einen Hochschul- oder
Fachhochschulabschluss
Bedeutung für den Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte
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Ausbildung auch am Standort Bad Honnef sehr gut
14 Ausbildungsgänge im Bereich Tourismusmanagement Luftverkehr
und BWL
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UN-Einrichtungen und Bundesfunktionen
E ur op e an C e nt r e f o r En vi ro nm e n t a n d H e al t h
Bonn ist Deutschlands UNO-Stadt
Die Mehrheit der
ministeriellenArbeitsplätze
befinden sich in Bonn
150 NGOs aus den Bereichen
Umwelt und Entwicklung und
Internationale Erfahrung und
Infrastruktur
Ort großer internationaler
Konferenzen
Wichtige Säule der weiteren Entwicklung: Internationalität
Bonn ist die deutsche UNO-Stadt (13 UN-Einrichtungen, 600 Mitarbeiter)
Internationale Infrastruktur (Kindergärten, Schulen)
51 Grundschulen bieten „English“ ab der 3. Klasse, 6 internationale Schulen
und 8 bilinguale Zweige
Zunehmende Bedeutung auch für die lokale Wirtschaft - bei Post, Telekom
und T-Mobile ist inzwischen Englisch „Amtssprache“
Mehr als 150 Nichtregierungsorganisationen in den Bereichen Umwelt und
Entwicklung
Plattform für den internationalen Dialog
Internationalität auch in
Wirtschaft (Exportorientierung KMU, Global Player) und
Wissenschaft (Gemeinsame Studiengänge mit der Sorbonne und mit
Harvard)
Wichtig auch Bedeutung Bundesministerien, ca 10.000 Beschäftigte,
zusätzlich Arbeitsplätze in Verbänden
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Kongresstandort: “World Conference Center Bonn”
Fo to g ra f : T ho ma s R ie hl e
Erweiterung Kongresszentrum Bonn durch SMI Hyundai
140 Mio. Euro Investitionen
Kongressbereich 30.680 qm, für 3.500 bis 5.000 Teilnehmer
Hotel: 17.225 qm, 350 Betten, 4-5 Sterne, Wellnessbereich
Bedeutung für die Region bei 200.000 Kongressteilnehmern pro Jahr auf Basis
der Zahlen des German Convention Bureaus:
gut 53 Mio. € Umsatz im Bereich Hotel und Gastgewerbe
Ausgaben für Einzelhandel ca. 5 Mio. €
ca. 2.800 Vollzeitarbeitsplätze werden durch den Gesamtumsatz entstehen
Die Region hat im 1. Quartal 2007 den höchsten Gästezuwachs in NRW, 10%
mehr als im Vorjahresquartal insbesondere Kongresse und Ausstellungen
Renewables, internationale Frühwarnkonferenzen, 2008
Vertragsstaatenkonferenz Biodiversität mit 5.000 Teilnehmern)
Gemeinsame Tourismus und Kongress GmbH
Möglichkeit der Kooperation FH und Kongresswesen ? Alleinstellung ?
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Kultur und...
Ludwig van Beethoven
Museums Meile Bonn
•Nicht nur „harte“ Standortfaktoren, sondern auch hohe
Lebensqualität und attraktives kulturelles Angebot
•Museumsmeile (Tutanchamun und Guggenheim) und Open
Air Konzerte (? Zukunft?)
•Beethovenfest, Oper, Schauspiel
•Beethoven ist Bonner neues Festspielhaus
•immer wichtiger für den Wettbewerb um junge/qualifizierte
Mitarbeiter
•Angkor – Göttliches Erbe Kambodschas 15. Dezember
2006 bis 9. April 2007“Während dieser Reise durch
Kambodscha erlebt der Besucher die Entwicklungsstufen
einer der glanzvollsten Kulturepochen der Menschheit“
•Ägyptens versunkene Schätze, 5. April bis 6. Januar 2008,
die spektakulären Funde des versunkenen Alexandria,
ausgegraben durch den Meeresarchäologen Franck Goddio
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Lebensqualität
Attraktives Rheintal spricht für sich selber
Honnefer Standortqualität braucht man wohl nicht zu
benennen
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Zusammenarbeit Bonn/Rhein-Sieg
Gemeinsames Marketing für Wirtschaft und Wissenschaft
Gemeinsame Regionalplanung (RAK)
Gemeinsame Tourismus und Congress GmbH
Abstimmung bei Einzelhandel Ansiedlungen
Gemeinsames Wohnungsraum Konzept
Verkehrsinfrastruktur und Verbesserung des öffentlichen
Nahverkehrs
Gemeinsame Versorgung mit Energie (Wasser)
Potentiale der Region auch insbesondere im Bereich der
regionalen Zusammenarbeit
In verschiedenen Bereichen schon erfolgreich
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Handlungsfelder Wirtschaftsförderung Bonn auf Basis
der Potentialanalyse Region Bonn Rhein Sieg Ahrweiler
Internationales Standortmarketing der regionalen wirtschaftlichen
Potentiale
Förderung des Unternehmertums durch Gründeraktivierung
Bestandspflege ortsansässiger Unternehmen
Clusteraktivitäten im Bereich Informationstechnologie,
Gesundheitswirtschaft, Geo-Marketing und Immobilien
1. Bonner Einzelhandelskonferenz und Bildung der Immobilien und
Standortgemeinschaft Friedrichstraße
Potentialanalyse der Region Bonn Rhein Sieg Ahrweiler als
Grundlage für die künftigen Handlungsfelder
Grundsätzlich: Stärken stärken
Wesentlich ist Bindung des Bestandes, Neuansiedlungen
nur intraregionale Verlagerungen
Förderung von Innovationen, Technologietransfer und
Ausgründungen
Konzentration auf Zukunftsthemen im Bereich
Clustermanagement
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Zusammenfassung und Ausblick
Die Region hat beste Zukunftsperspektiven - nutzen wir diese?
Zum Erhalt des gegenwärtig hohen Niveaus sind
wirtschaftsfördernde Aktivitäten auf Makro- und Mikroebene
erforderlich
Nur wer seine Zukunftspotentiale kennt, kann diese aktiv weiter
entwickeln.
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Stärken Schwächen-Analyse
Einbindung von Zukunftstrends
Fokussierung von Themenfeldern – Welche Stärken können
gestärkt werden, welche Schwächen können verbessert werden
Wo sind Handlungsfelder für die Kommune – welche Themen
können lokal bearbeitet werden
Womit kann Alleinstellung eines Standortes erreicht oder
verbessert werden